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Zusatztermine: Rechtsgrundlagen

Für die Veranstaltung Rechtsgrundlagen für die Lehre an Hochschulen werden zusätzlich noch folgende Termine angeboten:

Durch einen Klick auf das jeweilige Datum gelangen Sie auf die Seite der entsprechenden Veranstaltung.

 
ACHTUNG: Terminverschiebung

Aus dringenden Gründen müssen wir das Seminar HOCHSCHULDIDAKTIK KOMPAKT terminlich verschieben, der Veranstaltungsort bleibt nach wie vor die Hochschule Rosenheim.

Neuer Termin: 18./19.11.2010 (ursprünglich: 28./29.10.2010)

Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie hier. Wir bitten um Ihr Verständnis.

 
WS10/11-Programm (bis Ende 2010) online

Das Wintersemesterprogramm 2010/11 ist ab sofort freigeschalten und buchbar bis 31.12.2010. Direkt zum Programm geht es hier ...

Die PDF-Version des Wintersemesterprogramms finden Sie hier.

Noch ein wichtiger Hinweis in eigener Sache:
Im Zuge der Umwandlung des DiZ (dies können Sie in den letzten Ausgaben unserer DiZ-Info nachlesen) wird es ab dem 1. Januar 2011 neue Teilnahmebedingungen geben. Neuerungen gibt es im Bereich der Teilnahmeberechtigungen und der Abrechnung, bzw. Übernahme der Hotelkosten. Es stehen jedoch noch einige Beschlüsse aus. Deswegen finden Sie jetzt zum üblichen Zeitpunkt zwar im gedruckten Programm bereits die Kurse für das gesamte Wintersemester, zur Buchung freigeschaltet sind aber nur die Termine bis Ende 2010, also solange alles so gehandhabt wird wie bisher. Sobald die Regelungen für die neue Rechtsform endgültig feststehen, werden wir die restlichen Kurse freischalten und Sie mit einer DiZ-Info darüber informieren.

 
Stellenausschreibung: Hochschule Hof

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften - FH Hof schreibt aktuell zwei Professuren aus.

Einerseits ist für die Lehre in den Studiengängen Textiltechnologie und Innovative Textilien eine Professur ausgeschrieben und andererseits für die Lehre im Studiengang Textildesign, und dort speziell für das Studienfach Modedesign. Beide Male für das Wintersemester 2010/11. Detailiertere Informationen können Sie den beiden Stellenausschreibungen entnehmen.

 
Auftakt: MoFAvE am 27.07.10

Auf der Studiendekanetagung im Dezember 2009 haben wir bereits unsere Idee für das Projekt „Modell zur Förderung der Akzeptanz von Evaluation“ (MoFAvE) vorgestellt.

Wir laden alle Studiendekane oder andere Verantwortliche zum Thema Evaluation oder Qualitätsmanagement dazu ein, dieses Projekt mitzugestalten. Wir bringen die fachliche Expertise, und Sie Ihre konkreten Anforderungen und praktischen Erfahrungen ein. Geplant ist dieser Workshop als Auftaktveranstaltung, um entsprechende Meilensteine zu definieren und zeitliche Abläufe zu erstellen.

Weitere Informationen finden Sie in der Programmbeschreibung.

 
Forum der Lehre 2010: Tagungsband

Üblicherweise erscheint in den Monaten April oder Mai die aktuelle Ausgabe unserer Didaktiknachrichten, kurz: DiNa. Da in diesem Frühjahr das Forum der Lehre im Mittelpunkt stand, haben wir uns dazu entschlossen, DiNa und Tagungsband zum Forum der Lehre als Sonderausgabe zusammenzulegen. Darin finden Sie alle Grußworte, die Keynotes unserer Gäste, Interviews mit den Preisträgern für herausragende Lehre und Beschreibungen der Konzepte der Werkstattrunden. Das Inhaltsverzeichnis und eine kleine Leseprobe finden Sie hier.

Da diese Ausgabe aus knapp 90 Seiten besteht, haben Sie sicher Verständnis dafür, dass wir sie nicht wie üblich an alle auf unserer Homepage registrierten Personen kostenfrei verschicken können. Sie können ein Exemplar für 15,85 € (inkl. Versand) bei uns bestellen. Wir schicken es Ihnen gerne zu. Zur Bestellung per Mail ...

Der Tagungsband ist aber auch im Buchhandel erhältlich. Die vollständigen Angaben lauten ...

Titel: Lernen – Leben – Lehren. Bildungsqualität für eine gemeinsame Zukunft.

ISBN: 978-3-00-030580-1

Preis: 15,- €

 
Neue Buchrezension online ...
Werner Michl über die 2. Auflage von Martin Lehners "Viel Stoff - Wenig Zeit".

Die Architektur des Lehren und Lernens wurde durch die Bolognareform, durch ehrgeizige Akkreditierer und Endlosevaluationen ordentlich durcheinander geschüttelt. Im fünften Kapitel verortet der Autor die Bedeutung des Lernens im 21. Jahrhundert, diskutiert das Verhältnis von Theorie und Praxis und regt zum Nachdenken über klassische Bildung und Herzensbildung an. Das Buch schließt ab mit einer fast 40seitigen „Toolbox der Reduktion“ – muss das wirklich Toolbox heißen? – , voll mit anregenden Werkzeugen, einem knappen, kurz kommentierten Literaturverzeichnis und einem Personen- und Sachregister. Insgesamt liegt ein sehr lesenswertes und inspirierendes Buch vor. Wer nur einige dieser Tipps in die Praxis umsetzt, kann mehrere Jahre daraus schöpfen und experimentieren. Wer zu lange immer in der gleichen Weise lehrt, wird bald leer sein. Bei einer neuen Methode mal zu scheitern, ist nicht so dramatisch, als zehn Jahre oder länger didaktisch eindimensional zu sein.

In Schule – manchmal auch schon in der Vorschule - , Hochschule und Erwachsenenbildung steht das Lehren und Lernen vor dem Problem, dass stets mehr Stoff in kürzerer Zeit vermittelt werden soll. Also wird immer mehr Stoff in den Unterricht gepresst. Aber Lehrer und Hochschullehrer lehren, damit gelernt wird. Wird nichts mehr gelernt, dann braucht auch nichts gelehrt werden. Martin Lehner nähert sich seinem Thema in sechs Kapiteln. Leider ist im ersten Satz des Geleitwortes ein Schreibfehler. Man befürchtet also Schlimmes und Schlampigkeiten; es tritt aber nicht ein. Lediglich der Hinweis auf die Verkürzung der Schulzeit (S. 15) ist obsolet und Trennungen wie „a-gieren“ (S. 17) oder „I-deengesellschaft“ (S. 123) sind unschön. Zurück zum Inhalt, bzw. zur „Neue(n) Inhaltlichkeit“ (erstes Kapitel). So einfach ist das! Lehners Schreibstil ist nicht nur verständlich, seine kurzen literarischen und philosophischen Exkursionen, Bonmots und Aphorismen und sein steter Praxisbezug würzen den Text, so dass beim Lesen nie Langeweile aufkommt. Zwischendurch fordern grau hinterlegte Kästchen („Ihre Aufgabe“) zur Umsetzung in die Praxis auf. Und da ist wirklich Inspirierendes dabei! So bekommt man z. B. Lust eine Fachlandkarte zu erstellen (S. 27). Vielleicht wäre es in Anlehnung an Albert Camus auch anregend, die zehn wichtigsten Substantive eines Fachgebiets oder einer 90minüten Veranstaltung zu nennen, um den Blick auf das Wesentliche zu lenken.

Für viele Stoffgebiete und ebenso viele Hochschullehrer schnappt die Vollständigkeitsfalle zu. Die Begründung ist, dass ein Mediziner, eine Ingenieurin, ein Maschinenbauer, eine Psychologin dieses Wissens schlicht und einfach benötigt, um ein vollwertiger Experte zu werden. Dabei liegt die große Kunst in der Verständlichkeit, in der Einfachheit und in der Reduktion. Doch manche Kollegen fühlen sich persönlich in Frage gestellt, wenn sie ihr Stoffgebiet reduzieren sollen. Dagegen suggerieren Stofffülle, manierierte Sprache, eine Vielzahl von Fachbegriffen und „Impression Management“ – ein grässliches Wort für eine banale Sache! - wissenschaftliche Bedeutsamkeit. Es ist ein Verdienst von Martin Lehner, dass er über Lao Tse, Goethe, Wilhelm von Ockham, Ernst Mach, den Weg zu Martin Wagenschein findet, einem etwas vergessenen, aber sehr beeindruckenden Physikdidaktiker. „Die Abbildung 2: Grundlandschaft und Tiefenbohrungen“ (S. 34) sollte man besonders ernst nehmen; bei Abbildung 3 (S. 35) fehlt leider der Bezug zum Text. Metaphern wie die „Blumenstraußtechnik“ (S. 39) – man reißt nicht die ganze Wiese aus, sondern konzentriert sich auf wenig Blumenarten – oder die „3Z-Formel“ (Ziele, Zeit, Zielgruppe) versinnbildlichen die Notwendigkeit und den Sinn der Reduktion. Manche Aufgaben könnten etwas mehr Bezug zur Hochschule haben. Es ist natürlich eine Übung wert, einer Reinigungskraft zu erklären, worauf es beim Putzen des Kühlschranks ankommt (S: 40), aber die Zielgruppe Studierende wäre lohnenswerter. Und bei manchen Aufgabenstellungen wäre eine Musterlösung im Anhang nicht schlecht, wie bei der Aufgabenstellung zur Reduktion (S. 60).

Im dritten Kapitel werden die Techniken der Reduktion an Beispielen dargestellt. Dabei geht es immer um die Kunst des Erklärens, eine Sache, die Lehrer und Hochschullehrer täglich ausführen. Dadurch, so könnte man sagen, werden Schulen und Hochschulen zu Erkläranlagen. Aber wer kann schon gut erklären? Man muss sich bemühen, Empathie entwickeln, die Zweiwegkommunikation fördern, Fragen und Feedback zulassen – und nicht sich darstellen, sondern erklären wollen! Freilich liegt darin auch eine Gefahr. Wenn ich meinen Studenten den kategorischen Imperativ erkläre, dann sagen manche, dass das ja ganz einfach in dem Satz: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg’ auch keinem anderen zu.“ auszudrücken ist. Das wird der Dimension des Kantschen Imperativs nicht gerecht. Manchmal vermischt Lehner gängige Lernschemata wie den „Flaschenhals“ des Gedächtnisses (S. 81) bzw. das Drei-Speicher-Modell, das besser zu Kapitel vier gepasst hätte, mit sehr anschaulichen Vorschlägen zur Strukturierung wie der „Drei-Finger-Regel“ (S. 82).

Natürlich hat die Hirnforschung sowohl die Diskussion um die Didaktik als auch um die Lernpsychologie ordentlich belebt, wenngleich die Ergebnisse nicht überraschen, sondern das erlebnis- und handlungsorientierte Lernen bestätigen. Letztendlich brauchen wir tief verankertes Wissen und tatkräftige Umsetzung durch diese neue Lernparadigmen, wollen wir die Herausforderungen des nächsten Jahrzehnts so meistern, dass eine weitere Zukunft der Menschheit möglich ist. Und da hat das traditionelle Lernen bisher versagt. Denn beim klassischen Vortrag lernt der Vortragende meistens mehr als der Zuhörer und der wiederholt fragende Hochschullehrer will nur das wissen, was er selbst längst schon weiß. Das bremst die Lernmotivation, wenn es zu oft angewandt wird. Unter 4.4 werden neue Lehrmethoden vorgestellt, die natürlich so neu nicht sind. Natürlich gibt es eine kleine Euphorie des Blended Learning, die große Zeit des E-Learnings (S. 114) ist aber vorbei. Ein Hochschullehrer ist nicht durch neue Medien zu ersetzen – und wenn doch, dann hat er es verdient.

Die Architektur des Lehren und Lernens wurde durch die Bolognareform, durch ehrgeizige Akkreditierer und Endlosevaluationen ordentlich durcheinander geschüttelt. Im fünften Kapitel verortet der Autor die Bedeutung des Lernens im 21. Jahrhundert, diskutiert das Verhältnis von Theorie und Praxis und regt zum Nachdenken über klassische Bildung und Herzensbildung an. Das Buch schließt ab mit einer fast 40seitigen „Toolbox der Reduktion“ – muss das wirklich Toolbox heißen? – , voll mit anregenden Werkzeugen, einem knappen, kurz kommentierten Literaturverzeichnis und einem Personen- und Sachregister. Insgesamt liegt ein sehr lesenswertes und inspirierendes Buch vor. Wer nur einige dieser Tipps in die Praxis umsetzt, kann mehrere Jahre daraus schöpfen und experimentieren. Wer zu lange immer in der gleichen Weise lehrt, wird bald leer sein. Bei einer neuen Methode mal zu scheitern, ist nicht so dramatisch, als zehn Jahre oder länger didaktisch eindimensional zu sein.

Prof. Dr. Werner Michl über ...
Martin Lehner: Viel Stoff – wenig Zeit. Wege aus der Vollständigkeitsfalle. Bern, Stuttgart, Wien 2009 (Haupt Verlag).2. Auflage. ISBN 978-3-258-07527. 201 S., 24,90 €

 
Unbenötigte Einrichtungsgegenstände

Im DiZ werden künftig eine Wandtafel und eine Werkbank nicht mehr benötigt. Sofern Sie an Ihrer Hochschule derlei Einrichtungsgegenstände benötigen, setzen Sie sich bitte mit Herrn Wolf in Verbindung. Dieses Angebot gilt ausschließlich für Hochschulen bzw. öffentliche Einrichtungen, jedoch nicht für Privatpersonen. Im Einzelnen stehen folgende Gegenstände zur kostenlosen Abholung bereit:

Wandtafel (inkl. Winkel und Schrauben zur Montage)

Maße (Breite, Höhe): 200 x 100 cm


TRESTON Arbeitstisch - NICHT MEHR VERFÜGBAR, ABNEHMER GEFUNDEN!

Die Einheit besteht aus:

  • 1 Arbeitstisch 150 x 70 cm

  • 1 Energieleiste

  • 1 Schubladenblock

  • 1 Zusatzaufbau KT

  • 2 Laufschienen SPR 150- 3

  • 1 Arbeitsleuchte OL- 254

  • 1 Kastenbord TH

  • 13 Kästen, blau

  • Höhenverstellbar von 65 bis 90 cm

  • Untergestell aus pulverbeschichteten Stahlprofilen in Dunkelgrau nach RAL 7005

  • Tischplatte 25 mm Spanplatte, beidseitig melaminbeschichtet, blendfrei gebrochenes Weiß

  • TÜV- / GS- geprüft

 
Sommersemester-Programm Online

Möglicherweise haben Sie aus der letzten DiZ-Info noch in Erinnerung, dass die Teilnehmergesamtzahl im WS 2009/10 gegenüber dem Vorjahr um rund 100% gestiegen ist; parallel dazu sind einige Teilnehmer leider nur auf der Warteliste gelandet.

Eigentlich ist es ja toll, dass sich die Nachfrage bei uns derart steil nach oben entwickelt hat, und das nicht nur im Pflichtprogramm (Basisseminare Hochschuldidaktik und Recht), sondern auch im allgemeinen Seminarangebot.

Jetzt gilt es, diesen Bedarf auch zu befriedigen. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Teilnehmergruppen: Vorrangig sind die Basisseminare, deren Anzahl wir nun in diesem Jahr gegenüber früheren Jahren verdreifacht haben. Die andere ist die Fortführung unseres bewährten Programms, wo wir die Bäume nicht so weit in den Himmel wachsen lassen können. So sind wir leider momentan nicht in der Lage, den sprunghaft gestiegenen Teilnehmerzahlen in vollem Umfang gerecht zu werden.

Dennoch wollen wir einer möglichst großen Personenzahl den Besuch didaktischer Fortbildungsveranstaltungen ermöglichen. Wir begrenzen deshalb im kommenden Sommersemester die Anzahl der pro Person buchbaren Seminare auf zwei. Bitte berücksichtigen Sie das bei der Reihenfolge Ihrer Anmeldungen, denn ab der Dritten stehen Sie auf der Warteliste. Nicht mitgezählt wird dabei der Besuch von Pflichtseminaren, Fachdidaktik- und anderen Arbeitskreisen sowie des „Forum der Lehre“. Auch wenn es paradox klingt: Melden Sie sich bitte trotzdem an, damit wir über die Anzahl der Wartelistenplätze den echten Bedarf einschätzen können.

Wir hoffen im Sinne einer großen Nutzergemeinschaft auf Ihr Verständnis.

 

Bericht zum Wettbewerb "exzellente Lehre"

Markus Wolf, DiZ

Der Stifterverband, ein Zusammenschluss aus rund 3000 Unternehmen, Unternehmensverbänden, Stiftungen und Privatpersonen, hat zu Beginn des Jahres in Zusammenarbeit mit der Kultusministerkonferenz den Wettbewerb „exzellente Lehre“ ausgeschrieben.

Hochschulen und Universitäten hatten im Zuge dessen die Möglichkeit ein Strategiekonzept zu formulieren, das auf Basis des bisherigen Selbstverständnisses sowie den bisherigen Leistungen in der Lehre die Attraktivität der jeweiligen Ausbildungsstätte maßgeblich steigert. Die Gewinner des Wettbewerbs erhalten eine Förderung im Gesamtvolumen von zehn Mio. Euro, je nach Hochschule bzw. Universität und Vorhaben unterschiedlich aufgeteilt. Die Gutachterkommission begleitet die Umsetzung der jeweiligen Strategiekonzepte der Wettbewerbssieger. Die betreffenden Hochschulen verpflichten sich durch Ihre Teilnahme am Wettbewerb, im Falle einer Auszeichnung, in einem Qualitätszirkel der Preisträger an der Entwicklung fachübergreifender Standards guter Lehre mitzuarbeiten.

Um den Besonderheiten der unterschiedlichen Hochschultypen gerecht zu werden, wurden für die Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaft unterschiedliche Wettbewerbslinien mit jeweils gesonderten Auswahlkommissionen aufgelegt. In einem zweistufigen Verfahren wurden zunächst die von den Hochschulleitungen eingereichten Projektskizzen von der Gutachterkommission gesichtet. Nach einer ersten Vorauswahl wurden die betreffenden Hochschulen dazu aufgefordert, ihre Projektskizzen zu Vollanträgen auszuarbeiten und diese, im Falle der HAWs, am 12. und 13. Oktober in Berlin der Gutachterkommission in einem öffentlichen Rahmen vorzustellen. In diese zweite Runde kamen insgesamt elf Hochschulen, von welchen vier ausgezeichnet wurden.

Die Vorgehensweise war derart systematisiert, dass nach einer kritischen Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation im Hinblick auf die Lehre und Studienbedingungen an der jeweiligen Hochschule eine SWOT-Analyse folgte. Das Strategiekonzept sollte das spezifische Profil beschreiben, mit dem sich die Hochschule im Wettbewerb um Studierende positionieren will, sowie die entsprechenden Maßnahmen, mit Hilfe derer das spezifische Profil geschärft und die Qualität von Lehre und Studium weiterentwickelt wird. Im Zuge dessen sollten auch die strukturellen Voraussetzungen für die Umsetzung des jeweiligen Konzeptes genannt werden, die von der Hochschule zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits geschaffen wurden. Entscheidend für die Beurteilung der eingereichten Strategiekonzepte durch die Gutachterkommission waren neben einer konsistenten Bestandsaufnahme und einem entsprechenden Gesamtkonzept die Originalität und das Innovationspotenzial, die Akzeptanz bei Lehrenden und Studierenden, die Realisierbarkeit, die Nachhaltigkeit sowie die Übertragbarkeit auf andere Hochschulen.

Somit wurden nicht einzelne didaktische Konzepte isoliert, sondern vielmehr eine ganze Reihe didaktischer wie auch struktureller Gesamtkonzepte vorgestellt. Der Aspekt des Innovativen bestand dabei jedoch nicht unbedingt in den einzelnen Bausteinen, diese sind seit langem allgemein bekannt, sondern vielmehr in deren konkreter Zusammenstellung, in Anbetracht der spezifischen Situation der jeweiligen Hochschule. Dieser Aspekt führt nun aber unweigerlich dazu, dass die Übertragbarkeit im schlimmsten Fall komplett irrelevant für eine vom Profil her ganz anders gelagerte Hochschule sein kann.

Welche Konzepte wurden im Einzelnen ausgewählt?

Die Hochschule Bremerhaven stellte das Konzept „Gut und gerne Lernen“ vor. Kern des Konzepts ist ein Programm zur didaktischen Weiterqualifizierung der Lehrenden auf der Grundlage von selbstgesteuerten, kollegial durchgeführten professionellen Lehr-/Lern-Gemeinschaften (PLG; Gruppen von sechs bis zwölf Hochschullehrenden, die sich verpflichten, über ein Jahr hinweg an einer selbst gewählten Problemstellung zu arbeiten). Die Ergebnisse der jeweiligen PLG werden dann bei jährlichen, hochschulweiten Lehr-/Lernkonferen¬zen präsentiert.

Bei der HAW Hamburg sah das Konzept vor, dass alle neuberufenen ProfessorInnen verpflichtend im ersten Jahr einen Coach an die Seite gestellt bekommen, der durch Gespräche und Hospitationen in Lehrveranstaltungen professionelle Unterstützung leistet. Während dieser Zeit erhalten die Hochschullehrenden eine Ermäßigung ihres Lehrdeputats. Darüber hinaus wird auf freiwilliger Basis das Prinzip der kollegialen Hospitationen im Team unter professioneller Anleitung etabliert (vgl. hierzu auch den Artikel zum Thema „Kollegiales Coaching“ in der in Kürze erscheinenden DiNa 11/2009).

Die Fachhochschule Köln versucht durch Ihr vorgestelltes Konzept die zunehmende Heterogenität der Studierenden (hinsichtlich Herkunft, Wissensstand etc.) durch ein stärker individualisiertes Lehren und Lernen abzufangen und gleichzeitig die Selbstlernkompetenz der Studierenden zu fördern. Hierzu wird den Studierenden mit Hilfe unterschiedlicher Tests ein individueller Kompetenzpass als Leitfaden für ihre Kompetenzentwicklung erstellt. Des Weiteren werden die Lehrenden gezielt geschult, verschiedene Lerntypen und –strategien zu erkennen und in ihren Lehrveranstaltungen entsprechend zu berücksichtigen. Dieses ganze Konzept wird unterstützt durch eine webbasierte Lerncommunity, in der beispielsweise dann die zuvor genannten Tests stattfinden.

Die Fachhochschule Potsdam zielt durch ihr vorgestelltes Konzept auf die Förderung von Interdisziplinarität im grundständigen Studium ab. Durch die Implementierung eines interdisziplinären Studientages soll dieses Konzept umgesetzt werden. D.h. konkret: In der Vorlesungszeit werden einmal wöchentlich fachbereichsübergreifende Lehrveranstaltungen angeboten, in welchen aktuellen Forschungsfragen nachgegangen wird. Darüber hinaus haben Bachelorstudierende die Möglichkeit in einer „Sommerakademie“ zusammen mit ProfessorInnen und Masterstudierenden an konkreten Forschungsprojekten in Kooperation mit externen Partnern mitzuarbeiten, um somit praktische Erfahrungen in einem realen Kontext sammeln zu können.

Fazit

Ob nun bei all diesen Konzepten die Chancen auf Akzeptanz bei Lehrenden wie Studierenden, die Wahrscheinlichkeit der Realisierung (was alleine das benötigte Personal und die finanziellen Mittel anbelangt) und darüber hinaus die Nachhaltigkeit sowie Übertragbarkeit auf andere Hochschulen gegeben ist, mag an dieser Stelle jeder für sich entscheiden. Was aber unbestrittener Weise aufgrund dieses Wettbewerbs stattgefunden hat, ist eine Aufwertung des stiefmütterlichen Daseins der Lehre im Gegensatz zur Forschung. Denn es fand tatsächlich ein Austausch statt, wie exzellente Lehre aussehen könnte. Wenn sich eine solche Kultur etablieren soll, braucht es mehr dieser Austauschmöglichkeiten. Insofern war dieser Wettbewerb ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Nur sollte die Endrunde dieses Wettbewerbs das nächste Mal vielleicht nicht gerade in den Zeitraum fallen, wenn auch die Nobelpreise verliehen werden. Denn hier geht es i.d.R. hauptsächlich um Forschungsauszeichnungen, und so steht die Lehre, auch wenn sie glänzend aufbereitet ist, wieder nur im Schatten der Forschung.

 
Zusatztermine

Aufgrund Ihres regen Interesses waren einige Seminare sehr schnell ausgebucht. Aus diesem Grund werden für folgende Veranstaltungen nun zusätzliche Termine angeboten:


Ebenso wurden weitere Basisseminartermine für den Sommer/Herbst 2010 freigeschaltet, für die man sich ab sofort anmelden kann:


Wir freuen uns über Ihr Interesse und danken den Trainerinnen und Trainern, dass Sie die Zusatztermine überhaupt erst möglich gemacht haben!

 
DiZ-Programm für das WS 2009/10

Das Wintersemesterprogramm 2009/10 wurde soeben online gestellt. In Kürze ist dieses auch in Papierform erhältlich. Für diejenigen, die nicht mehr warten möchten, besteht schon jetzt die Möglichkeit, es im PDF-Format herunterzuladen und ebenso besteht ab sofort auch die Möglichkeit, sich für die im kommenden Wintersemester angebotenen Veranstaltungen online anzumelden.

 
Zur aktuellen DiNa: Vorsicht Mängelexemplare!

Bedauerlicherweise sind bei der aktuellen DiNa-Ausgabe (05/09: Didaktik für Ingenieure) Fehldrucke vorhanden. Derzeit können wir das Ausmaß des Ganzen noch nicht abschätzen und bitten um Ihre Mithilfe: Sofern Sie Fehldrucke erhalten haben, bitten wir Sie uns dies mitzuteilen. Selbstverständlich ersetzen wir Ihnen Mängelexemplare. Richten Sie dazu einfach eine E-Mail an uns. Vielen Dank für Ihre Mithilfe und besten Dank an Herrn Utesch für den Hinweis!

Natürlich können Sie - wie gehabt - auch auf die Online-Version der aktuellen DiNa, ebenso wie auf alle bisherigen, hier zurückgreifen. Wir bitten ggf. anfallende Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

 
Eine Handvoll Weiterbildung ...

Letzte Woche wurden erneut Zertifikate überreicht. Am 19.06.2009 erhielt Frau Anja Gröne (FHVR Bayern) ebenso wie Herr Karl Stoffel (HS Landshut) das Zertifikat Hochschullehre Bayern. Frau Margitta B. Beil-Hildebrand (HS Deggendorf) erhielt zusätzlich zum Zertifikat Hochschullehre Bayern noch eine weiteres Zertifikat, das ihr die erfolgreiche Teilnahme an der Veranstaltungsreihe Weiterbildungsdozent bescheinigt. Wir freuen uns recht herzlich gratulieren zu dürfen!

Frau Margitta B. Beil-Hildebrand hat über die Zeit hinweg zahlreiche Buttons als Souvenirs und Erinnerungsstücke ansammeln können und nahm ihre „gesammelten Werke“ oder eben: "eine Handvoll Weiterbildung" am Tag der Zertifikatsverleihung mit zum DiZ, um Sie voller Stolz zu präsentieren. Wir fühlen uns geschmeichelt!

 
Neue Dokumente zum Download bereitgestellt

Aufgrund des Interesses einiger Teilnehmer an der Evaluationslandkarte, wird sie nun ab sofort hier zum Download bereitgestellt.

Des Weiteren zeigten sich einige Teilnehmer an unserem wunderschönen Wallpaper „Lehrgut? Voll gut!“, das als Desktophintergrund auf unseren Seminarlaptops eingerichet ist, interessiert. Deshalb wird dieses ebenso zum Download angeboten. Sie können von nun an also auch ohne vor einem unserer Seminarlaptops zu sitzen diesen Augenschmaus genießen. Das Wallpaper steht in folgenden Auflösungen zur Verfügung: 800 x 600 | 1024 x 768 | 1280 x 1024 | 1680 x 1050

Viel Vergnügen damit!

 
Zertifikate, Zertifikate und nochmals: Zertifikate ...

30. Zertifikat Hochschullehre Bayern am DiZ

Am 27.05.2009 war es wieder so weit: wir konnten Zertifikate Hochschullehre Bayern überreichen und gratulieren hierzu recht herzlich!

v.l.n.r.: F. Waldherr (DiZ), F. Kies (HS Rosenheim), B. Kölzer (HS Rosenheim), M. Bayerl (KU Eichstätt-Ingolstadt), G. Hagel (HS Kempten), M. Utesch (HS München), C. Walter (DiZ)

Diese Verleihung ist auch deswegen besonders erwähnenswert, weil wir zum 30. Mal dieses Zertifikat überreichen konnten. Die ersten Zertifikate wurden im April letzten Jahres beim Forum der Lehre 2008 in Augsburg überreicht, also vor ungefähr einem Jahr.

Wie wir uns dazu entschlossen hatten dieses Zertifikat anzubieten, das es an den Universitäten seit ca. 15 Jahren gibt, wollten wir einen Anreiz schaffen, dass Lehrende zielgerichtet und systematisch am Fortbildungsprogramm des DiZ teilnehmen. Und zwar nicht nur engagierte KollegInnen, die ohnehin regelmäßig zu uns kommen, sondern wir wollten damit auch diejenigen erreichen, die schon seit längerem in der Lehre tätig sind und ab und an ans DiZ kommen. Wenn wir auf die abgeschlossenen Zertifikate und auch auf die angemeldeten Personen schauen, sehen wir, dass dieses Programm auch dementsprechend angenommen wird. Etwa zwei Drittel der Personen sind ProfessorInnen, ein Drittel sind Lehrbeauftragte. Inzwischen gibt es auch schon einen Studiendekan und zwei Dekane, die das Zertifikat haben. Unter den laufenden Anmeldungen sind weitere Studiendekane, einige Beiratsmitglieder und auch Trainer des DiZ.

In der letzten Beiratsitzung gab es eine Neuerung in Bezug auf die Anerkennung von bereits besuchten Veranstaltungen des DiZ: Wer das Basisseminar Hochschuldidaktik seit der Gründung des DiZ (1996) besucht hat, bekommt die entsprechenden Arbeitseinheiten in vollem Umfang anerkannt (40 AE von insgesamt 120 AE, die nötig sind). Einzige Bedingung ist, dass zeitnah zur Anmeldung zum Zertifikat ein aktuelles, zweitägiges Seminar im Bereich Lehr- und Lernkonzepte besucht wird. Momentan sind dies folgende Veranstaltungen: Hochschuldidaktik kompakt, Mythos Motivation?, Innovative Konzepte für Bachelor und Master. Darüber hinaus erkennen wir, wie bisher, Veranstaltungen (auch externe) an, die nicht älter als fünf Jahre sind, je nach Dauer und Inhalten.

Also schauen Sie doch mal in Ihre Unterlagen: Sie haben doch sicher schon einige Fortbildungsveranstaltungen besucht. Schicken Sie uns Kopien der Teilnahmebestätigungen. Vielleicht sind Sie dem Zertifikat schon näher als Sie denken.

Die letzten Zertifikate „Weiterbildungsdozent“

Auch für die Veranstaltungsreihe „Weiterbildungsdozent“, wurde in letzter Zeit ein Zertifikat verliehen: Es ging an Rainer Wehner (HS Würzburg-Schweinfurt). Herzlichen Glückwunsch!

Diese Kursreihe besteht, im Gegensatz zum Zertifikat Hochschullehre Bayern, aus 5 Modulen, welche insgesamt an 12 Veranstaltungstagen stattfinden. Initiiert wurde sie 2005 als Projekt, gefördert aus Mitteln zur Förderung von Weiterbildungsangeboten. Diese Förderung ist nun zu Ende. Allerdings kann der „Weiterbildungsdozent“ in überarbeiteter Konzeption in Kooperation mit dem ZWW weitergeführt werden. Die aktuelle Kursreihe läuft bereits.

Wir freuen uns sehr darüber, dass diese Veranstaltungsreihe, obwohl sie jetzt ein kostenpflichtiges Angebot ist, weiterhin angenommen und im nächsten Jahr in das Programm des ZWW aufgenommen wird. Insgesamt konnte das Zertifikat bisher an 62 Personen überreicht werden, zwei weitere werden noch dazu kommen.

 
Dozententraining in Jordanien

Prof. Dr. Werner Michl, Leiter des DiZ von 1996 bis 2002 und tätig an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg, hat sich als "Botschafter" des DiZ an der German-Jordanian University in Amman/Jordanien (GJU) betätigt und mit deren Dozenten einen zweitägigen Hochschuldidaktik-Workshop durchgeführt. Wir freuen uns, dass wir auf internationaler Ebene zur Verbreitung der neuesten Erkenntnisse der Lernforschung und deren Umsetzung in die Lehre beitragen durften. Herzlichen Dank und beste Grüsse an den Kollegen Prof. Dr. Peter Uecker, Vice President der GJU, der mit finanzieller Unterstützung durch den DAAD die Veranstaltung initiiert hatte. Lesen Sie hier auf der Seite der GJU weiter.

 
Die Bologna-Vision

Bis 2010 soll an den Hochschulen in Bayern die Umstellung von Diplom-, Magister- und anderen bisherigen deutschen Hochschulabschlüssen auf das gestufte Bologna-System mit den Graden Bachelor und Master abgeschlossen sein. Zum Verständnis im Zusammenhang mit den Lehrkonzepten für die neuen Studiengänge ist es wichtig, ein paar Eckpunkte über Bachelor- und Masterstudiengänge zu kennen:

  • Der Bachelor ist als erster berufsqualifizierender Studiengang Regelabschluß und mündet für die meisten Studierenden in einen ersten Beruf.

  • Die Beschreibung von Studiengängen und deren Bestandteilen erfolgt mit dem Instrumentarium des ECTS lernergebnisorientiert (learning outcome) gemessen am studentischen Arbeitsaufwand.

  • Ein Masterstudiengang setzt zwingend einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss oder einen äquivalenten Abschluss voraus. Es besteht die Möglichkeit, Masterstudiengänge in „stärker anwendungsorientiert“ und „stärker forschungsorientiert“ zu differenzieren, diese können sowohl an Universitäten wie an Fachhochschulen angeboten werden.

Welche Folgen das für die Organisation und methodische Gestaltung der Lehre zwangsläufig haben sollte, lesen Sie hier.

 
 
 
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